VW jagt den Weltmarktführer

Mittwoch, 04. Mai 2011
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Der Volkswagenkonzern macht weiter Druck im Markt. 30 neue Modelle in den kommenden Monaten und eine offensive Ausrichtung sollen das Wachstum der vergangenen Monate fortsetzen. Kern der Unternehmensentwicklung bleibt die Mehrmarkenstrategie des Wolfsburger Autoherstellers. Klares Ziel: Spätestens 2018 will VW weltgrößter Autobauer sein.  Es hätte auch gewundert, wenn es hier eine Abkehr vom bisherigen Fahrplan gegeben hätte. Zwar gestaltet sich die Integration von Porsche als zehnte Marke im VW-Reich steuerlich und juristisch schwieriger als gedacht, doch das hält das Management nicht auf. "Gerade im Aufschwung zahlt sich die breite Aufstellung aus", sagt Martin Winterkorn gestern bei der Hauptversammlung in Hamburg. Und die Zahlen geben dem Vorstandschef recht. 2010 war für VW ein Rekordjahr. Das operative Ergebnis lag bei 7,1 Milliarden Euro. Die wichtigste Konzernmarke VW steigerte 2010 ihre Auslieferungen um 14 Prozent auf über 4,5 Millionen Pkw. Audi verkaufte 1,1 Millionen Fahrzeuge. Sorgen bereiten allenfalls Seat und die italienischen Sportwagenmarke Lamborghini.

VW-Vorstandschef Martin Winterkorn
VW-Vorstandschef Martin Winterkorn
Gleichwohl - die Gesamtbilanz ist glänzend: Weltweit verkaufte der Konzern insgesamt 7,2 Millionen Autos. In diesem Jahr könnten die Wolfsburger nach Expertenmeinung die 8-Millionen-Grenze knacken. Der Start ins Jahr ist jedenfalls erfolgsversprechend. In ersten Quartal erzielte VW mit 37,5 Milliarden Euro ein Umsatzplus von fast 31 Prozent. Weltweit setzte der Konzern 2 Millionen Fahrzeuge ab. Mit Beetle, Audi Q3, Seat Alhambra und Audi A6 Avant stehen schon die nächsten Modelle bereit. 

Und im Marketing hält VW den Werbedruck hoch. In den ersten drei Monaten des Jahres investierte der Konzern laut Nielsen brutto 52 Millionen Euro in die Werbung. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von fast 19 Prozent.  mir 
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