VA 2006: Best Ager achten auf die Marke

Montag, 25. September 2006
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Axel Springer Köln


Die Deutschen entpuppen sich als schwierige Zielgruppe für Hersteller und Dienstleister im Gesundheitswesen: Zwar stimmen 74 Prozent der Aussage "Ich achte sehr auf meine Gesundheit" zu - doch ihr Verhalten sieht anders aus.Tatsächlich ist über die Hälfte der Bundesbürger in Sachen eigener Gesundheit entweder desinteressiert (17 Prozent), nachlässig (15 Prozent) und bequem (21 Prozent). Dies ist eines der Ergebnisse der Verbraucheranalyse (VA) 2006, die von den Verlagshäusern Axel Springer und Bauer herausgegeben wird. Erstmals wurde eine Gesundheitstypologie, die die Bevölkerung in sechs Verhaltenstypen unterteilt, in die VA integriert (Institut: Psychonomics, Köln). Daneben belegt die VA 2006 die wachsende Bedeutung der Best Ager fürs Marketing: Die rund 14,9 Millionen 50- bis 64-jährigen Deutschen verfügen mit 1053 Euro über das höchste Haushaltsnettoeinkommen pro Person. Entsprechend suchen nur 52 Prozent der Jungsenioren "immer nach Billigangeboten" (14- bis 49-Jährige: 57 Prozent). 42 Prozent der Best Ager achten beim Kauf von Lebensmitteln mehr auf die Marke als auf den Preis (14- bis 34-Jährige: 32 Prozent).

Doch auch für Jugendliche spielen Marken eine große Rolle - vor allem als Symbole der Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen. So finden rund 60 Prozent der 12- bis 19-Jährigen, zu den Qualitäten einer Marke gehöre es, dass sie "in" ist (Gesamtbevölkerung: 32 Prozent). Das Urteil der Kids hat ökonomisches Gewicht: Die rund 6,7 Millionen 12- bis 19-Jährigen verfügen über 5,4 Milliarden Euro allein durch Taschengeld und Jobs. Auf die knapp 1,5 Millionen 12- und 13-Jährigen entfallen dabei 1,3 Milliarden Euro Konsumkraft. rp

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