VA 2005: Teenager sind Impulsgeber für Zukunftsmärkte

Montag, 26. September 2005

Jugendliche übertreffen Erwachsene in ihren Anschaffungsabsichten besonders bei Unterhaltungselektronik. Dies belegt die Verbraucheranalyse (VA) 2005, die die herausgebenden Verlage Axel Springer und Bauer am heutigen Montag in Hamburg präsentierten.So zeigt die Betrachtung junger Teenager (12 bis 15 Jahre) im Vergleich zur Gesamtbevölkerung, dass sich 30 Prozent der Kids ein Handy anschaffen wollen (Gesamtbevölkerung: 14 Prozent). Einen MP3-Player wollen 25 Prozent kaufen (8 Prozent), eine Digitalkamera 23 Prozent (16 Prozent) und einen DVD-Player/-Recorder 21 Prozent (17 Prozent). "Gerade Zukunftsmärkte werden von jungen Zielgruppen gesteuert", sagt Ingeborg Glas, Marktforscherin bei Bauer Media. Ein weiteren Schwerpunkt setzt die VA 2005 im Vergleich zwischen Ost- und Westdeutschland. Im Zeitvergleich (1999 zu 2005) werde deutlich, dass sich die einst sehr großen Werteunterschiede von Ost- und Westdeutschen in Sachen Familie/Partnerschaft, Anerkennung im privaten und beruflichen Umfeld sowie der Wichtigkeit von Freude am Leben innerhalb von sechs Jahren angenähert haben, so Patricia Dähn, Marktforschung Axel Springer. Es gebe aber auch 16 Jahre nach der Wiedervereinigung noch Unterschiede zwischen alten und neuen Ländern: So messen die Befragten im Osten grundlegenden Werten wie "sichere Zukunft", "Leistung", "finanzielle Unabhängigkeit", "sich etwas leisten können" größere Bedeutung bei als die Befragten im Westen der Republik.

Wichtigste methodische Neuerung in der VA 2005 ist die erweiterte Grundgesamtheit: Erstmals wurden auch 12- bis 13-Jährige befragt. Die neue Teiluntersuchung "VA Jugend" zeige, dass Jugendliche immer früher am Marktgeschehen teilnehmen und Markenbindungen aufbauen, so die Verlagsforscher. rp



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