V-Bird startet mit Millionen-Kampagne

Montag, 18. August 2003
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Niederrhein Berlin München Wien Helsinki Nizza KLM


Die neu gegründete niederländische Fluggesellschaft V-Bird macht den deutschen Markt unsicher. Ab 20. September steuert die Airline vom Flughafen Niederrhein aus mit 15 Airbus-Maschinen Berlin, München, Wien, Helsinki und Nizza an. Die Markteinführung wird von einer Kampagne der Düsseldorfer Agentur Dewitz, Selzer, Partner begleitet, die kurz vor Aufnahme des Flugbetriebes starten soll.

Neben Plakaten und Anzeigen setzten die Newcomer auch Radiospots ein. Der Etat beläuft sich nach Agenturangaben auf einen zweistelligen Millionenbetrag und verschling damit einen großen Teil des Startkapitals von V-Bird, das sich laut "Welt" auf rund 20 Millionen Euro beläuft. Die Fluggesellschaft wird als Low-Cost-Carrier mit gehobenem Anspruch positioniert.

Hinter der Airline stehen Robert Stinga, ehemaliger Direktor der niederländischen KLM-Tochter KLM-Exel, und Peter Legro, Ex-Chef der KLM-Chartergesellschaft Transavia. Mit der Entscheidung für den Flughafen Niederrhein wahrt V-Bird zwar einerseits die örtliche Nähe zu den Niederlanden, andererseits wird der Wettbewerb in Nordrhein-Westfalen damit noch enger: Mit der TUI-Tochter Hapag-Lloyd-Express und der Lufthansa-Enkelin Germanwings fliegen bereits zwei Billigflieger von der Basis Köln/Bonn aus. Die DBA steuert sowohl von Köln/Bonn als auch von Düsseldorf aus deutsche Städte an und Ryanair bietet von Niederrhein aus Flüge nach London-Stansted an. pap
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