Usain Bolt und Puma ärgern Jamaikas alte Kolonialherren

Dienstag, 21. August 2012
Auch Puma wirbt mit Usain Bolt
Auch Puma wirbt mit Usain Bolt

Usain Bolt und kein Ende. Nach dem Ende der Olympischen Sommerspiele in London kommt der Topathlet dank seiner zahlreichen Sponsoren stärker ins Schwitzen als bei den eigentlichen Wettkämpfen. Jetzt ist es der Sportartikel-Hersteller Puma, der das offizielle Ende der olympischen Werbesperre nutzt, um sich als Partner des schnellsten Mannes der Welt ins Gedächtnis zu rufen. Und die Plakatkampagne dürfte zum echten Hingucker in den Straßen Großbritannien: Denn der Jamaikaner Bolt wird hier als Eroberer von Jamaikas alter Kolonialmacht präsentiert.

Zwar liebt Bolt während der Sportevents durchaus den großen Auftritt, aber so herrisch wie auf dem von der Agentur Droga5, New York, kreierten Kampagnen hat man den notorisch entspannten Sportler eher selten gesehen. Zu dem Text "And then Jamaica conquered England" sieht man Bolt in Erobererpose mit der Landesflagge dastehen.

Einen Schönheitsfehler hat die gelungene Kreation allerdings: Zur Kolonialisierung seiner alten Kolonialherren musste Bolt vor allem die Konkurrenten aus den USA schlagen. Großbritannien hatte keinen Läufer im Rennen, der Bolt auch nur ansatzweise hätte gefährlich werden können. cam
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