Untersuchung belegt mangelndes Vertrauen der Bundesbürger in Chefetagen

Donnerstag, 22. März 2012
Deutsche Führungselite hat Nachholbedarf
Deutsche Führungselite hat Nachholbedarf

Unternehmens- und Wirtschaftslenker schneiden in der Disziplin Kommunikation schlecht ab. Lediglich 36 Prozent der Bundesbürger fühlen sich von ihnen richtig angesprochen. Gar nur 27 Prozent halten die Führungsqualität der Manager für wirkungsvoll. Zu diesem Ergebnis kommt die Untersuchung Leadership Communication Monitor, für die die Agentur Ketchum Pleon mehr als 3700 Personen in zwölf Ländern, darunter über 300 in Deutschland, befragt hat. Dass die schwachen Werte in Führung und Kommunikation kein Zufall seien, glaubt Agenturchef Dirk Popp. Für ihn stehen Führungssqualität und Kommunikationskompetenz in direkter Beziehung: "Offenbar wird immer noch unterschätzt, dass Führung eine Mischung aus überzeugenden Taten und ehrlicher, transparenter Kommunikation ist." Von Führungsfiguren - ob in Politik, Wirtschaft oder Sport - erwarten 70 Prozent der Umfrageteilnehmer in Deutschland, dass sie Krisen auf ruhige, selbstsichere Art beenden können, für zwei Drittel sollen sie als Vorbilder dienen können. An dritter Stelle im Eigenschaftenranking folgen mit jeweils 65 Prozent die offene und transparente Kommunikation sowie der Wille, auch schwierige Entscheidungen zu treffen.

Der Anspruch an Führungskräfte und das Urteil über sie liegen allerdings weit auseinander. Misstrauisch sind die Bundesbürger vor allem gegenüber Wirtschaftskapitänen von Finanzdienstleistern und Versicherungen. Mit ihrer Führungsfähigkeit sind nur 19 respektive 18 Prozent zufrieden. Besser schneiden mit 39 beziehungsweise 38 Prozent Topmanager aus dem Technologiesektor und der Automobilindustrie ab. fo
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