Untersuchung: Schlechte Zeiten für den Automarkt

Montag, 28. Juni 2010
Die Hersteller werben nach wie vor mit Preisaktionen (Screenshot: Fiat.de)
Die Hersteller werben nach wie vor mit Preisaktionen (Screenshot: Fiat.de)

Trotz besserer Konjunktur ist der Automarkt nach wie vor von erhöhtem Preisdruck und Rabattniveau geprägt. Die Spuren der Abwrackprämien sind noch deutlich spürbar. Besonderen Preisdruck bauen die Importeure auf. Das zeigt die Juni-Analyse der Incentives und Rabatte der Universität Duisburg-Essen. So ist die Zahl der offenen Aktionen der Hersteller von 322 im Mai auf 347 im Juni gestiegen. Das ist der zweithöchste Wert seit der ersten Zählung 2008. Nur im Juli letzten Jahres konnte das Institut mit 348 Aktionen einen höheren Wert erheben. Zu den offenen Aktionen zählen alle bundesweit angebotenen Rabatte wie Sondermodelle, Sonderzinsen, Barrabatte, Eintauschprämien.

Besonders auffällig ist, dass vor allem Importeure mit den hohen Rabatten werben. Fiat beispielsweise bietet seinen Panda mit eigener Abwrackprämie von 3700 Euro oder 38,2 Prozent Rabatt an. Deutsche Autobauer halten sich zurück. Sie geben eher direkte Prämien an Händler, die diese dann für höhere Rabatte bei Kunden nutzen. Das zeigen die bei Internet-Vermittlern erzielbaren Nachlässe. So kann man den Audi A4 beispielsweise mit durchschnittlich 16,9 Prozent Vergünstigung im Internet erwerben.

Das Institut Center Automative Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen untersucht regelmäßig die Rabattaktionen der Autobauer. hor
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