Unternehmen stecken 3,6 Milliarden in Direct Mail

Donnerstag, 05. Februar 2009
Laut Nielsen Media Research ist Direct Mail relevant
Laut Nielsen Media Research ist Direct Mail relevant

Deutsche Unternehmen haben im vergangenen Jahr pro Haushalt 91 Euro in Werbepost investiert. Mit Bruttowerbeausgaben von insgesamt 3,6 Milliarden Euro war Direct Mail damit 2008 der viertgrößte Kostenfaktor im Mediamix der Werbungtreibenden - hinter den klassischen Medien TV (9,1 Milliarden), Zeitungen (5,4) und Publikumszeitschriften (4,0). Dies geht aus dem Direct Mail Statusbericht vor, den die Hamburger Werbeforscher von Nielsen Media Research vorgelegt haben. Am stärksten wird das Medium nach wie vor vom Versandhandel genutzt: Die Versender steckten 2008 insgesamt 1,6 Milliarden Euro in die Verbreitung ihrer Werbepost - das entspricht 80,9 Prozent des Mediabudgets, das Nielsen in dieser Branche gemessen hat. Ganz oben steht das Fürther Unternehmen Quelle, das brutto 128 Millionen in Direct Mail investierte. Ein Vorjahresvergleich ist nicht möglich, da das zugrundeliegende Panel im Laufe des Jahres 2007 von 5000 auf 10.000 Haushalte erweitert wurde.

Beim Versand setzen die 16739 registrierten Direct-Mail-Werber dabei vor allem auf adressierte Schreiben - diese Form der Zustellung macht 61,1 Prozent des Marktes aus und steht damit für Bruttoausgaben von rund 2,2 Milliarden Euro. In unadressierte Sendungen wie Flyer und Wurfzettel flossen 36,7 Prozent der Werbeinvestitionen, teiladressierte Briefe werden mit einem Volumen von 2,2 Prozent am wenigsten genutzt. jh
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