Unternehmen ordnen Kommunikationsstrukturen neu

Dienstag, 24. April 2001

Die Kommunikationsstrukturen großer Unternehmen verändern sich. Zentrale Stäbe weichen einem Zwei-Säulen-Modell: Die Unternehmenskommunikation beschränkt sich auf ihre Kernkompetenz der konzernweiten Steuerung, während die produktorientierte Marktkommunikation in die Hände dezentraler Einheiten vergeben wird. Das ist das Kernergebnis einer Studie, die die Unternehmensberatung Arthur D. Little und die PR-Agentur Fleishmann-Hillard ins Feld geführt haben.

Die Organisatoren befragten 24 global orientierte Unternehmen aus verschiedenen Branchen. Fazit von Arthur D. Little-Berater Michael Walz, der die Studie verantwortlich leitete: "Flexible Strukturen mit schnellen Reaktionszeiten ersetzen das starre Top-Down- Modell früherer Tage. Der klassische Leiter Unternehmenskommunikation wird zum Kommunikationsmanager, der Teams von Spezialisten inner- und außerhalb des Unternehmens steuert."

Weiteres - erwartetes - Ergebnis der Untersuchung: Beim Gros der Konzerne trägt der Vorstandsvorsitzende die Verantwortung für die Kommunikation. Walz folgert: "Kommunikation ist Chefsache und wird stärker gelebt als früher." Bei weltweit agierenden Playern kommen, Produkt- und Marketingkommunikation nicht gerechnet, auf einen Mitarbeiter in der Kommunikation 250 bis 500 Beschäftigte beziehungsweise 50 bis 100 Millionen Euro Umsatz.
Meist gelesen
stats