United Distillers und Vintners entrümpelt Markenportfolio und entläßt Lowe

Mittwoch, 28. April 1999

United Distillers und Vintners (UDV), das Wein- und Spirituosenunternehmen des Londoner Diageo-Konzerns, stellt derzeit europaweit sein Markenportfolio auf den Prüfstand. Vier Ouzo-Marken werden an Campari veräußert, und auch für Asbach und Cinzano ist ein Verkauf denkbar. UDV will potentielle Käufer für die Marken Asbach, Cinzano, Metaxa und Vecchia Romagna kontaktieren und so herausfinden, ob der Verkauf zusätzlichen Wert für die Shareholder des Mutterkonzerns Diageo schaffen würde. Der Verkauf der vier Ouzo-Marken, darunter Ouzo 12, steht unter denselben Vorzeichen. Die Marken seien nicht defizitär, betont man bei UDV, aber der Konzern wolle sich künftig auf die Marken mit den größten Wachstumspotentialen konzentrieren. Dazu zählen Bailey's, Smirnoff und auch Asbach. An den verschiedenen Werbeaktivitäten soll festgehalten werden. So betreut JWT Deutschland die Marke Metaxa und gewann erst kürzlich den Asbach-Etat. Gleichzeitig sicherte sich JWT, London, zusätzlich zu den bisherigen globalen Etats für J&B Scotch Whiskey und Tanqueray Gin die weltweiten Budgets für Smirnoff, Bailey's und Malibu. Sie wurden bislang von Lowe & Partners betreut und sollen sich auf 200 Millionen Pfund belaufen. Damit hat der Spirituosenkonzern seine Agenturverbindungen auf nunmehr zwei globale Agenturpartnerschaften konzentriert: JWT und Leo Burnett, die weltweit Johnnie Walker und Gordon's Gin betreut.
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