Unilever setzt Rotstift im Marketing an

Donnerstag, 07. August 2008
Unilever tritt auf die Kostenbremse
Unilever tritt auf die Kostenbremse

Keine gute Nachricht für Medien und Vermarkter: Der Konsumgüterriese Unilever geht angesichts steigender Rohstoffpreise und der Kaufzurückhaltung der Verbraucher im Marketing auf Sparkurs. Nach HORIZONT-Informationen storniert der Konzern gerade Werbebudgets in Höhe von über 20 Millionen Euro. In der Hamburger Zentrale will man die Zahl nicht bestätigen.

Immerhin: HORIZONT gegenüber erklärt Vincent Weijers, Vice President Home & Personal Care, dass "in Deutschland zurzeit alle Budgets geprüft und geplante Aktionen zum Teil gestoppt werden". Aufgrund schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen sehe man sich "in der Pflicht, entsprechend zu reagieren".

Unilever ist kein Einzelfall. Dem Vernehmen nach denkt auch der Autobauer Ford über Kürzungen und Umschichtungen seines Werbeetats nach. Unter Druck stehen zudem die Finanzbranche und Billigflieger. Volker Nickel, Sprecher des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), warnt dennoch vor Panikverhalten aufseiten der Werbungtreibenden. "Auf Anzeigen und Spots zu verzichten, nur um Kosten zu sparen, ist kurzsichtig." mir/js

Mehr zu diesem Thema in Ausgabe 32/2008 von HORIZONT, die am heutigen Donnerstag erschienen ist.



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