Unicredit gibt die lockere Bank

Mittwoch, 23. April 2008
Unicredit sagt in seiner Kampagne dem Wort "vielleicht" den Kampf an
Unicredit sagt in seiner Kampagne dem Wort "vielleicht" den Kampf an

Angekündigt war sie schon länger, nun ist sie da: Der italienische Finanzkonzern Unicredit bringt seine Dachmarkenkampagne nach Deutschland - und zeigt sich in dem Auftritt ungewohnt locker. In doppelseitigen Anzeigen sagt der Bankenriese dem Wort "vielleicht" den Kampf an - und will seine Kunden so zum Handeln motivieren. "Es gibt ein Wort, das uns jeden Tag über hundert Mal durch den Kopf geht. Und es ist nicht "Sex", heißt es dazu leger in der Copy der Printmotive. Der Auftritt ist die erste große werbliche Offensive für die Dachmarke seit der Übernahme der Hypo-Vereinsbank (HVB) vor rund zweieinhalb Jahren. Das Münchner Bankhaus hatte kurz zuvor damit begonnen, seine Filialen sowie den Internetauftritt auf die neue Corporate Identity umzustellen: Im Privat- und Geschäftskundengeschäft firmiert die HVB künftig mit dem Zusatz "Unicredit Group", zudem hält auch das Logo des Mutterkonzerns in die Corporate Identity Einzug. Die Umstellung wird die Bank in den nächsten Jahren insgesamt rund 30 Millionen Euro kosten.

In der Dachmarkenkampagne spart sich der Konzern allerdings den Hinweis auf seine deutsche Tochter. Die geschalteten Motive sind Teil einer internationalen Kampagne, die von Jung von Matt/Donau in Wien stammt. Während die Österreicher in Person von Geschäftsführer Josef Koing für die Beratung zuständig sind, verantwortet JvM-Vorstand Oliver Voss in Hamburg die Kreation.

Die Mediaplanung der aus Italien gesteuerten Kampagne mit dem Claim "Let's start" liegt bei Mediacom in Mailand. Geschaltet werden die Motive zunächst in den Kernmärkten Deutschland, Österreich und Großbritannien. Zu sehen sind die Anzeigen unter anderem im "Handelsblatt", dem österreichischen Magazin "Format", dem "Economist", im "Time Magazine" sowie dem "Wall Street Journal Europe". tk/jh

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