Umsatz mit Markenartikeln stagniert

Dienstag, 17. Juni 2003

Der Umsatz der deutschen Markenartikelindustrie stagniert: Im vergangenen Jahr haben die Hersteller 337 Milliarden Euro erwirtschaftet, das sind nominal 0,6 Prozent weniger als 2001. Dies gab der Markenverband am Dienstagmittag in Frankfurt bekannt. Schlechter sieht es im reinen Inlandsgeschäft aus: Hier gingen die Umsätze mit Markenwaren im Vergleich zu 2001 um 2,5 Prozent auf 191 Milliarden Euro zurück; der Inlandsanteil betrug damit 56,7 Prozent. Im Exportgeschäft stiegen die Umsätze dagegen um 2,1 Prozent auf 146 Milliarden Euro.

"Vor dem Hintergrund der massiven Konsumflaute und der Stagnation beim privaten Verbrauch können wir mit diesem Ergebnis zufrieden sein", sagte Johann C. Lindenberg, Vorsitzender des Markenverbandes und Chef von Unilever Deutschland. Ein Großteil der Mitgliedsfirmen des Markenverbandes (78,9 Prozent) gehen derzeit davon aus, dass der Markanteil der Private Labels von rund 30 Prozent weiter steigen wird, so ein Ergebnis aus der Frühjahrsumfrage des Verbandes. Andererseits geben sich die Unternehmen gedämpft optimistisch: Die "Teuro"-Diskussion, die zu Beginn 2002 die Verbraucher zusätzlich in ihrem Kaufverhalten verunsichert hatte, spiele in diesem Jahr keine große Rolle mehr. So rechnen knapp 53 Prozent der Mitgliedsunternehmen im Inland mit einem wachsenden Markenartikelumsatz. rp
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