Umfrage: Telekommunikationsbranche befürchtet Kundenverlust durch Preiserhöhungen

Freitag, 27. Juli 2001

Jede dritte Fach- und Führungskraft in der Telekommunikationsbranche fürchtet, dass das eigene Unternehmen wegen der allgemein gesunkenen Preise nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Das ist das Ergebnis einer Internet-Umfrage unter 122 Branchenexperten, die die Hamburger Unternehmensberatung Mummert und Partner durchgeführt hat.

Die Befragten beurteilten die Marktstellung ihres Unternehmens im Vergleich zum Wettbewerb anhand unterschiedlicher Faktoren. Dabei sei der Preis das entscheidende Kriterium, wenn es um den Verlust oder Gewinn von Kunden geht. Das Problem: Die Deutschen haben sich an die Niedrigpreise der Telefonanbieter gewöhnt, die Talfahrt der Preise hat ihre ersten Opfer gefordert: Anbieter wie Teldafax oder Callino sind vom Markt verschwunden. Derjenige, der die Preise weiter am niedrigsten halten kann, wird der Gewinner sein.

Doch der Kostendruck zwingt die Unternehmen gleichzeitig wieder zu Erhöhungen - das Statistische Bundesamt hat erstmals wieder höhere Preise für Telefonverbindungen ermittelt. "Die Telefongesellschaften operieren damit an ihrer Achillesferse", so das Unternehmen: 34 Prozent der Befragten fürchten, dass sie im Festnetz wegen ihrer Preise Kunden an den Wettbewerb verlieren.
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