Umfrage: Dopingskandal lässt am Sportsponsoring zweifeln

Dienstag, 10. Juli 2007

Die aktuellen Doping-Diskussionen im Radsport könnten sich dauerhaft auf die Attraktivität einzelner Sportarten für Sponsoren auswirken. Das ergibt eine Expertenbefragung der Wiesbadener UGW anlässlich des Starts der Tour de France. Für die meisten der 1500 Befragten erleiden auch die Unternehmen durch ihr Engagement einen erheblichen Imageverlust. Sport-Sponsoring bleibt für sie "ein Spiel mit zu vielen Unbekannten", sagt Franz-Josef Brand, Sprecher des Vorstands der UGW. Nur knapp 13 Prozent halten die Unterstützung im Sportbereich weiterhin für attraktiv. Die Unternehmen haben bereits reagiert und ihre Marketing-Etats kurzfristig verlagert: Aktuell profitieren von der Doping-Diskussion die PR (55 Prozent) sowie nicht-sportliche Events (41 Prozent). Außerdem gewinnen Direktmarketing (32 Prozent), Internet (31 Prozent) und klassische Werbung (29 Prozent) stärker an Bedeutung. UGW-Chef Brand sieht bei einigen Sportarten den Sponsoren-Treuevorteil schrumpfen: "Aufgrund der vielen Risiken sollte frühzeitig intensiv analysiert werden, welche extreme Sportart heute noch quotenträchtige Vermarktungschancen bietet." mh

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