Umfrage: Adidas, Bitburger und Coke sind die WM-Gewinner

Mittwoch, 21. Juli 2010
Weltmeister Spanien lief ebenso wie Deutschland in drei Streifen auf
Weltmeister Spanien lief ebenso wie Deutschland in drei Streifen auf

Die Fußball-WM ist Geschichte, die Auswertung läuft auf Hochtouren. Nach einer aktuellen Expertenbefragung der Wiesbadener Agentur UGW konnten Adidas, Bitburger und Coca-Cola am stärksten von ihren WM-Aktivitäten profitieren. Die Umfrage erfolgte im Anschluss an das WM-Finale unter rund 2400 Fach- und Führungskräften aus Marketing und Vertrieb. Gefragt wurde nach den Top 5 Profiteuren. Knapp 80 Prozent sehen in der Marke mit den drei Streifen einen WM-Gewinner, jeder Zweite attestiert Coca-Cola einen Turnier-Erfolg und gut 38 Prozent gratulieren Bitburger zum WM-Geschäft.

Damit stehen drei offizielle WM-Sponsoren an der Spitze: Adidas und Coca-Cola sind Fifa-Partner und damit WM-Sponsoren der höchsten Kategorie, Bitburger ist seit vielen Jahren beim Deutschen Fußball-Bund engagiert. Überraschend: Die offiziellen Fifa-Partner Emirates, Hyundai/Kia, Sony und Visa schnitten bei den befragten Experten deutlich schlechter ab als Ferrero (23 Prozent/4. Platz) und Krombacher (21. Prozent/5. Platz).

„Dies kann als Indiz gedeutet werden, dass sich zumindest auf nationaler Ebene die kontinuierliche Sichtbarkeit im Werbeumfeld von Fußball-Veranstaltungen auch ohne den Status als offizieller Partner beziehungsweise Sponsor der WM auszahlt", analysiert Gernot Lingelbach, Geschäftsführer UGW Communication, das zentrale Ergebnis der Befragung.

Eine absolute Mehrheit von rund 78 Prozent der befragten Experten beurteilt ein Sponsorship bei einer Fußball-WM ohnehin als zu kostenintensiv. Rund 61 Prozent sehen aufgrund der Vielzahl an offiziellen Sponsoren und Partnern für ihre Marke keine ausreichende Werbewirkung (Sättigung).

Während rund 40 Prozent der Befragten die Fußball-WM in ihren Marketingaktivitäten nicht berücksichtigt haben, nutzten immerhin über ein Drittel das WM-Thema, ohne offizieller Partner der Fifa zu sein. Dabei standen PoS-Maßnahmen und Verkaufsförderungs-Aktionen im Fokus. mh
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