US-Werbemarkt zieht wieder an

Donnerstag, 27. Mai 2010
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USA Werbewirtschaft Krise


In den USA ist die Werbewirtschaft offenbar aus dem Gröbsten raus. Im 1. Quartal 2010 sind die Mediaspendings erstmals seit Anfang 2008 wieder angestiegen. Wie aus den Analysen des Marktforschers Kantar Media hervorgeht, kletterten die Ausgaben gegenüber dem Vorjahr um 5,1 Prozent auf 31,3 Milliarden Dollar. Das ist der größte Zuwachs seit dem 1. Quartal 2006. Gewinner sind vor allem die elektronischen Medien: So schossen die Werbeeinnahmen der TV-Vermarkter im 1. Quartal unter dem Strich um 10,5 Prozent nach oben. Radio konnte ebenfalls deutlich um 7,4 Prozent zulegen. Auch für das Internet ging es bergauf. Die Ausgaben für Display-Werbung stiegen um 5 Prozent an.

An den Printmedien geht der Aufwärtstrend bislang weitgehend vorbei. Die US-Magazine setzten in den Monaten Januar bis März 2010 3,2 Prozent weniger um als im bereits von der Krise beeinflussten Vorjahreszeitraum. Einziger Lichtblick sind die Sonntags-Magazine, die ihre Werbeumsätze gegen den Trend um 13,7 Prozent steigern konnten.

Die Tageszeitungen verlieren unter dem Strich ebenfalls. So liegt der Umsatz um 3,7 Prozent unter dem des Vorjahres. Grund ist vor allem die schlechte Erlösentwicklung bei den zahlreichen regionalen Titeln, deren Werbeumsätze um 5,6 Prozent zurückgingen. Dagegen stehen die nationalen Tageszeitungen mit einem Plus von 9 Prozent und die spanischsprachigen Titel mit einem Zuwachs von 4,5 Prozent wieder etwas besser da.

Keine großen Schwankungen gab es im Bereich Out of Home.  Hier sanken die Werbespendings gegenüber dem Vorjahr minimal um 0,4 Prozent. mas
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