US-Regierung schaltet Werbespots in Pakistan

Freitag, 21. September 2012
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Es ist eine ungewöhnliche Maßnahme. Aber sie zeigt, wie ernst US-Präsident Barack Obma das islamfeindliche Video nimmt, das seit Tagen für heftige Unruhen in der islamischen Welt sorgt. Die USA distanzieren sich jetzt mit Werbespots im pakistanischen Fernsehen von dem Film, in dem der Prophet Mohammed beleidigt wird. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP hat die US-Regierung Werbeplätze auf sieben pakistanischen TV-Sendern gebucht. Rund 70.000 US-Dollar (54.000 Euro) investiert die Regierung in die PR-Maßnahme. Die Sender können zusammen rund 90 Millionen Pakistanis erreichen.

In dem 30-Sekünder distanzieren sich Präsident Barack Obama und US-Außenministerin Hillary Clinton gemeinsam von dem Machwerk. Obama versichert darin, dass die USA ein Staat ist, der alle Glaubenrichtungen akzeptiere. Clinton erklärt ausdrücklich: "Wir haben absolut nichts mit der Entstehung des Schmähvideos zu tun." Botschaft und Inhalt lehne die USA ab. Die Aussagen der beiden Spitzenpolitiker sind in Untertiteln in Urdu zu lesen, der Amtssprache Pakistans. Mit dem Wappen der USA am Ende des Werbeclips will die Regierung die Echtheit und den offiziellen Chrakter der Spots unterstreichen.

Ob das hilft, die Wut der Moslems zu besänftigen, wird sich zeigen. Nach den Freitaggebeten werden erneut heftige Proteste erwartet. In Islamabad, der Hauptstadt Pakistans, planen etwa radikale Parteien nach Spiegel Online-Berichten einen Marsch auf die US-Botschaft. mir
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