US-Prognose: Zeitungen verlieren 2009 mehr als 16 Prozent

Dienstag, 24. Februar 2009
Die Finanzkrise macht den Medien schwer zu schaffen
Die Finanzkrise macht den Medien schwer zu schaffen
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USA Medienform


Das Private-Equity-Unternehmen Veronis Suhler Stevenson (VSS) hat seinen Forecast in Sachen US-Mediaspendings nach unten korrigiert - die jüngste Prognose liest sich allerdings auf den ersten Blick weniger dramatisch als die aktuelle Stimmungslage vermuten lässt.  Laut den Experten sollen die Investitionen in Media in den USA über alle Medienformen hinweg in diesem Jahr nur um 0,4 Prozent fallen. Das Wachstum in 2008 beziffert VSS auf 2,3 Prozent. Die aktuelle Vorhersage zeigt dennoch, dass die Finanzkrise der Branche schwer zu schaffen macht: Noch im August war die Prognose mit Wachstumsraten von 5,4 Prozent in 2008 und 4,9 Prozent in 2009 deutlich positiver.

Hinzu kommt, dass sich die Preise für Media laut Veronis rückläufig entwickeln, das zweite mal überhaupt erst in den rund 30 Jahren, in denen das Unternehmen Mediadaten erfasst. VSS erwartet für 2009 sogar einen Tiefstand. Besonders die traditionellen Medien würden darunter zu leiden haben, dass zahlreiche Alternativen eine bessere Performance in Sachen Leistungsnachweis abliefern.

Am härtesten trifft es dem Forecast nach die Tageszeitungen, denen Veronis Suhler Stevenson ein Minus von 16,2 Prozent prognostiziert (2008: minus 13,5 Prozent). Ein schweres Jahr steht auch den TV-Vermarktern bevor: Ihre Einnahmen sollen dieses Jahr um 9 Prozent fallen (2008: 0,5 Prozent). mh
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