US-Produkte haben es schwerer in Europa

Mittwoch, 23. April 2003

Der Irakkrieg schwächt die Nachfrage nach amerikanischen und britischen Produkten in Europa. Dies ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts KRC Research im Auftrag der PR-Agentur Weber Shandwick. Befragt wurden je 1000 Personen in Großbritannien, Frankreich und Deutschland in der letzten Phase des Krieges zwischen dem 11. und 13. April.

Laut Umfrage sind deutsche Konsumenten weniger boykottfreudig als Franzosen und Briten: So sind 13 Prozent der befragten Deutschen weniger bereit, amerikanische Produkte zu kaufen; ein Zehntel möchte künftig eher weniger britische Waren erwerben. Dem stehen jedoch immerhin 9 Prozent gegenüber, die nun verstärkt US-Produkte konsumieren wollen (britische Produkte: 7 Prozent).

In Frankreich sind 17 Prozent boykottbereit (US-Waren) beziehungsweise 11 Prozent für britische Produkte. Nur je 1 Prozent gibt an, nun mehr Produkte aus den USA und England zu kaufen. Erstaunlich sind die Resultate aus Großbritannien: Obwohl das Land als Verbündeter der USA den Irakkrieg unterstützt hat, geben dennoch oder deshalb 11 Prozent der britischen Verbraucher an, dass sie US-Marken nun eher meiden wollen. rp
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