US-Kommunikationsindex AdMarket bricht um 6,4 Prozent ein

Dienstag, 30. September 2008
Das Scheitern des Rettungsplans trifft auch die Kommunikationsbranche
Das Scheitern des Rettungsplans trifft auch die Kommunikationsbranche

Das überraschende "Nein" des US-Repräsentantenhauses zum 700 Milliarden Dollar schweren Rettungsplan für Amerikas angeschlagene Banken hat gestern eine Schockwelle ausgelöst, die auch die Kommunikationsbranche zu spüren bekommt. So brach der Admarket - ein auf Aktien von 50 Werbungtreibenden, Medienhäusern und Agenturen basierender Index, gestern um 6,4 Prozent ein - und damit stärker als nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Damals war der im Jahr 2000 von "Adage" und Bloomberg ins Leben gerufene Index um 4,4 Prozent gesunken.

Bei den Werbungtreibenden gerieten gestern vor allem die Automarken unter Druck. Wie Adage berichtet, verlor die Ford-Aktie 13,3 Prozent, die von General Motors gab um 12,8 Prozent nach. Bei den Medienhäusern gab es ebenfalls herbe Verluste. So gab die Aktie von Comcast 13 Prozent nach, bei InterActiveCorp (minus 12.6 Prozent) und Google (minus 11.6 Prozent) sah es nicht viel besser aus. Zugelegt haben gestern lediglich zwei Werte - der Zeitungsverlag McClatchy und der Radioanbieter Entercom Communications

Unmittelbar von der Krise betroffen sind auch die Dienstleister der angeschlagenen Banken, die nun um ihre Millionenetats zittern. Ogilvy & Mather hatte gerade erst den Etat der Wachovia-Bank gewonnen, doch die wird nun von der Citigroup geschluckt. Und der 135 Millionen US-Dollar schwere Etat von Washington Mutual, den sich TBWA Chiat Day vor einem Jahr sicherte, dürfte nun auch nichts mehr wert sein. mas
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