Tuifly hebt Eckpreis an und spart im Marketing

Donnerstag, 07. August 2008
Marketingchef Bernd Schmaul zückt den Rotstift
Marketingchef Bernd Schmaul zückt den Rotstift

Der Billigflieger Tuifly muss angesichts steigender Kerosinpreise im Marketing auf die Bremse treten: Der Langenhagener Low-Cost-Carrier verabschiedet sich von seinem Werbe-Eckpreis von 19,99 Euro und setzt bei den Werbeausgaben den Rotstift an. Gegenüber HORIZONT kündigt Marketing-und Vetriebsgeschäftsführer Bernd Schmaul an, in der Kommunikation künftig mit einer Preismarke von 29 Euro aufzutreten. Zwar betont der Manager, laut Marktforschung würden auch 29 Euro vom Kunden noch als "günstig und preisfair" wahrgenommen. Doch die Kunden der Günstig-Flieger gelten als besonders preissensibel, die Konkurrenz im Low-Cost-Carrier-Markt wird zudem immer härter. Ryanair-Chef Michael O'Leary hatte zuletzt gleich mehrfach erklärt, die Preise nicht erhöhen zu wollen - sondern stattdessen mit noch härteren Rabatten anzugreifen.

Um den Kostendruck in den Griff zu bekommen, hat Tuifly im Marketing breits den Rotstift angesetzt: Laut Nielsen Media Research fielen die Bruttospendings des Unternehmens im 1. Halbjahr um 56 Prozent auf 5 Millionen Euro. Marketer Schmaul spricht von "deutlich reduzierten Spendings" im Vergleich zum Vorjahr - betont jedoch, dass die Reichweiten- und Awareness-Werte dennoch gestiegen seien.
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