Trotz Umsatzeinbußen: Praktiker forciert Markenumbau und erhöht Spendings

Donnerstag, 06. Januar 2011
Praktiker fährt seine 20-Prozent-Aktionen weiter runter
Praktiker fährt seine 20-Prozent-Aktionen weiter runter

Die Baumarktkette Praktiker erhöht bei der Umpositionierung ihrer Marke das Tempo. Obwohl die bereits 2010 eingeleitete Abkehr von der Rabattwerbung im vergangenen Geschäftsjahr herbe Umsatzeinbußen mit sich brachte, will das Unternehmen an der eingeschlagenen Strategie festhalten und diese sogar noch forcieren. Dabei helfen soll auch eine der ursprünglich fünf Werbeagenturen, die seit einigen Monaten in einem Pitch um den Praktiker-Etat kämpfen. Wie ein Sprecher auf Anfrage von HORIZONT.NET mitteilt, wird Praktiker im Jahr 2011 "einige neue Marketingansätze und Aktionsformen" einführen und sich im Zuge dessen noch stärker von der Rabattpolitik der vergangenen Jahre verabschieden.

Die Anzahl der "20 Prozent auf alles"-Aktionen war bereits im vergangenen Jahr von zuvor 62 auf nur noch 49 Tage gesunken. In diesem Jahr soll das seit vielen Jahren genutzte Werbemotto noch deutlich seltener zum Einsatz kommen.

Einen Komplett-Verzicht auf Rabatte zieht Praktiker aus Sorge vor weiteren Umsatzeinbußen freilich nicht in Betracht. Im Geschäftsjahr 2010 war der Umsatz aufgrund der geringeren Anzahl von Rabattaktionen bereits deutlich um 6,3 Prozent auf 2,45 Milliarden Euro zurückgegangen. Statt der teuren, sortimentsübergreifenden 20-Prozent-Aktionen sollen daher künftig verstärkt Nachlässe auf einzelne Produkte in den Mittelpunkt rücken.

Zu den Details des laufenden Agenturpitches und zu den geplanten Veränderungen am Werbeauftritt wollte sich der Sprecher nicht äußern. Dafür ließ er durchblicken, dass die in Kirkel ansässige Baumarktkette ihren Werbeetat in diesem Jahr als Folge der Neupositionierung erhöhen wird. mas
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