Trotz Finanzkrise: Handel rechnet mit Umsatzplus

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Den Handel ficht die Finanzkrise in Deutschland bislang nicht an. So geht der Sprecher des Hauptverbands des deutschen Einzelhandels, Hubertus Pellengahr, nach wie vor davon aus, dass die Branche in diesem Jahr um 1,5 Prozent beim Umsatz wächst. Anders als im Vorjahr erwarten die Händler auch in dem für sie so wichtigen Weihnachtsgeschäft keinen Einbruch. "Die Verbraucher sind zurückhaltend. Eine Verstärkung durch die Finanzkrise können wir nicht feststellen", sagt Pellengahr gegenüber der "Süddeutschen Zeitung." Was daran liegen könnte, dass die meisten Firmen bisher besonnen auf erste Auftragsrückgänge reagieren. Keine Massenentlassungen oder Streichungen von Weihnachtsgeldern. Vor allem Edeka blickt positiv in die Zukunft. Bis 2010 will Deutschlands größter Lebensmittel-Einzelhändler 1000 neue Läden eröffnen und 25000 neue Jobs schaffen.

Ganz anders beurteilt Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub allerdings die Lage. "Viele Hoffnungen dürften sich in Luft auflösen", sagt er. Haub rechnet damit, dass der Einzelhandel im Novermber und Dezember weniger umsetzen wird als in den vergangenen Jahren. Bereist 2007 verzeichnete der Handel kein gutes Weihnachtsgeschäft. Damals verbuchte er rund 2 Prozent weniger Umsatz. mir

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