Trotz Entlassungen: BMW-Chef Reithofer punktet mit sozialer Verantwortung

Dienstag, 18. März 2008
Norbert Reithofer
Norbert Reithofer

Norbert Reithofer, Vorstandschef von BMW, gilt als Manager mit hohem sozialverantwortlichem Verhalten. Dies ergibt das aktuelle Moralbarometer des Nürnberger Marktforschungsinstituts Puls. Die Befragung von 1000 Bundesbürgern ergibt, dass Reithofer auf einer Schulnotenskala bei 2,97 landet. Damit liegt er vor Jürgen Hambrecht von BASF (3,03), Daimler-Chef Dieter Zetsche (3,08) und VW-Chef Martin Winterkorn (3,13). Das Ergebnis überrascht, hatte BMW doch erst kürzlich angekündigt, bis zu 8000 Jobs zu streichen. Die Stellenkürzungen, die nach Angaben von Puls vor der Befragung bekannt gegeben wurden, haben dem BMW-Chef offenbar nicht geschadet.

"Autoindustrie und Automanagern gelingt es ganz offensichtlich, auf soziale und ökologische Fragen noch relativ überzeugende Antworten zu finden", diagnostiziert Puls-Chef Konrad Weßner.

Überraschend befindet sich Siemens-Chef Peter Löscher trotz seines Kampfs für Transparenz im Konzern mit 3,47 nur im Mittelfeld. Hintere Ränge belegen Telekom-Chef René Obermann (3,7) und Eon-Lenker Wulf Bernotat (3,72). Die rote Laterne halten Bahn-Chef Hartmut Mehdorn und Deutsch-Banker Josef Ackermann mit jeweils 3,99. kj

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