Trotz Absatzboom: BMW drosselt Werbespendings

Dienstag, 12. Juli 2011
BMW-Chef Norbert Reithofer hat gute Nachrichten für die Anleger
BMW-Chef Norbert Reithofer hat gute Nachrichten für die Anleger

Für den Autobauer BMW scheint 2011 ein gutes Jahr zu werden: Die Münchner verkündeten in einer Ad-Hoc-Mitteilung, dass sich aufgrund weltweit hoher Nachfrage die Zahlen beim Konzernabsatz wesentlich besser entwickelten als bislang angenommen. Demnach erwartet BMW beim Absatz ein Plus von mehr als zehn Prozent. In den Mediaspendings des Unternehmens spiegelt sich das erfolgreiche Jahr - noch - nicht. Insgesamt sollen im Jahr 2011 über 1,6 Millionen Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce den Besitzer wechseln. Allein für das erste Halbjahr 2011 verzeichnet das Unternehmen mit 833.366 ausgelieferten Fahrzeugen ein Absatzplus von 19,7 Prozent. Ganz so stark wird es jedoch nicht weiter gehen: In der zweiten Jahreshälfte wird die überragende Entwicklung im Segment Automobile vermutlich durch Wechsel bei wichtigen Modellen sowie Markteinführung und Produktionsanlauf von Nachfolgemodellen gedämpft werden, ließ BMW verlauten.

Bei den Finanzdienstleistungen erwartet die BMW Group aufgrund einer entspannten Risikosituation und günstiger Rahmenbedingungen für das zweite Quartal positive Ergebniseffekte im niedrigen dreistelligen Millionenbereich.

Mit diesen Zahlen im Rücken kann BMW auf dem Werbemarkt eigentlich mit breiter Brust auftreten. Die Mediaspendings für die ersten fünf Monate des Jahres 2011 sprechen jedoch eine andere Sprache: Laut Nilelsen gab das Unternehmen bislang 36,8 Millionen Euro aus. Das sind 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Löwenanteil mit 13,7 Millionen Euro entfiel dabei auf Zeitungen

Den Quartalsbericht zum 30. Juni wird die BMW Group turnusgemäß am 2. August veröffentlichen. ire
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