Transvestiten-Panne: Wird Ronaldos Werbevertrag aufgelöst?

Montag, 05. Mai 2008
Behält Ronaldo, hier noch für Benq am Ball, seine Werbeverträge?
Behält Ronaldo, hier noch für Benq am Ball, seine Werbeverträge?

Nachdem der brasilianische Fußballer Ronaldo zuletzt wegen eines Sexskandals mit Transvestiten in die Schlagzeilen geraten war, kündigte ihm nach Medienberichten nun sein Werbepartner, der brasilianische Mobilfunker Tim. Allerdings dementiert Ronaldos Management dies derzeit. Die südamerikanische Tochtergesellschaft der Telecom Italia sah die Eskapaden des ehemaligen Mitglieds der Weltmeister-Mannschaften von 1994 und 2002 als "imageschädliches Verhalten". Bislang ist bekannt, dass sich der Stürmer des AC Milan in Rio de Janeiro zusammen mit drei Transvestiten, die als Prostituierte arbeiten, in einem Stundenhotel aufgehalten hat. Dort soll es zum Streit gekommen sein. Gegenüber einem brasilianischen TV-Sender gab Ronaldo zu, er habe sich mit weiblichen Prostituierten vergnügen wollen. Dabei will er aber nicht bemerkt haben, dass es sich um Transvestiten gehandelt habe.

Der Jahresvertrag mit Tim ist nun erst mal futsch - auch wenn sich Ronaldo nun als reuiger Sünder zeigt. Dabei geht es jetzt vor allem ums Geld. Laut der brasilianischen Zeitung "O Globo" gehen ihm nun 1,94 Millionen von 3,11 Millionen Euro Jahreshonorar mit dem Mobilfunker flöten. Verschiedene Medien berichten, auch ein Werbevertrag mit einem Bierhersteller könnte bald betroffen sein - ebenso die Kooperation mit Sportartikelhersteller Nike. Dabei hat Ronaldo als weltweit erster Sportler einen Werbevertrag auf Lebenszeit mit Nike abgeschlossen.

Auf der offiziellen Ronaldo-Website dementieren aber Management und Rechtsberater die Aufhebung des Vertrags durch Tim. Nach ihrer Ansicht könne der Vertrag nur dann annuliert werden, wenn Ronaldo sich strafbar gemacht hätte.
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