Toyota kann seine Imagedellen ausbeulen

Mittwoch, 11. August 2010
Der Autobauer wird durch eine Studie entlastet
Der Autobauer wird durch eine Studie entlastet

Es hatte sich schon angedeutet: Jetzt ist es amtlich. An den Unfällen mit Autos der Marke Toyota in den USA war nicht die Technik schuld, sondern die Fahrer selbst. Das ergab eine Untersuchung der US-Verkehrssicherheitsbehörde. Damit dürfte der weltgrößte Autobauer die Dellen in seinem Image weiter ausbeulen und den anstehenden Schadensersatzprozessen etwas gelassener ins Auge schauen können. Laut der NHTSA hat eine Auswertung der Black Boxes, die in vielen Autos in den USA installiert sind, ergeben, dass in 35 von 58 Fällen, die Fahrer überhaupt nicht auf die Bremse getreten hatten. Lediglich bei einem Unfall hatte eine rutschende Fußmatte das Gaspedal verklemmt. Für Toyota könnte das der Anfang einer Rehabilitation sein. Gleichwohl dürfte der entstandene Schaden in die Milliarden gehen.

Weltweit hatte Toyota über acht Millionen Fahrzeuge wegen klemmender Gaspedale in die Werkstätten gerufen, 185.739 davon alleine in Deutschland. In den USA bekam das japanische Unternehmen zudem eine Rekordstrafe von 16 Millionen Dollar aufgebrummt, weil es die Behörden über die Probleme zu spät in Kenntnis gesetzt haben soll. Gleichzeitig ging das Vertrauen bei Kunden verloren.

Derzeit investiert das Unternehmen einerseits in eine verstärkte Qualitätssicherung in der Autoproduktion und zudem in die Image-Kommunikation. Im Juli gab es den zweiten Flight der Imagekampagne "Ihr Toyota ist auch mein Toyota", in der Mitarbeiter als Markenbotschafter um Vertrauen warben. Bislang war der Auftritt, den Saatchi & Saatchi konzipiert hat, in fünf europäischen Ländern zu sehen. Weitere werden folgen. mir
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