Toyota guckt bei Smart ab

Mittwoch, 05. März 2008
Klein und sauber: Der neue IQ
Klein und sauber: Der neue IQ

Auf dem Toyota-Stand beim Genfer Autosalon ist derzeit das kleinste Fahrzeug der größte Star: der Kleinstwagen IQ, dessen Serienversion gestern präsentiert wurde. Ein erster Blick auf die Kommunikation zeigt: Die Japaner haben sich vor allem vom Konkurrenten Smart inspirieren lassen. Klein, emissionsarm und vor allem ideal für die Stadt geeignet - diese Positionierung des Winzlings aus dem Daimler-Konzern hat Toyota nun auch seinem kleinsten Modell verpasst. 2009 wird der IQ auf den Markt kommen, 100.000 Stück sollen im ersten Jahr verkauft werden.

Sein "new urban car" feiert der japanische Autobauer auch auf einer Pre-Launch-Website, die vor allem junge Zielgruppen ins Visier nimmt. Sorgfältig stellt der Hersteller dabei seine eigene Marke, die eher bei älteren Käufern populär ist, in den Hintergrund - und setzt ganz auf das kubusförmige IQ-Logo.

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Wohl nicht zuletzt um dem PR-Getöse durch die Toyota-Premiere etwas entgegenzusetzen, hat Smart im Internet eine Gegenoffensive ins Leben gerufen: Vor wenigen Wochen startete die Daimler-Marke eine Viralkampagne rund um den fiktionalen Autohersteller Cin King Motors - zunächst ohne sich als Absender zu outen. Mittlerweile hat Smart allerdings zugegeben, hinter dem Unternehmen stecken, das abgedrehte Phantasiewagen wie das Tretauto Naked Wonder offeriert. Der Claim der Aktion, die von BBDO in Düsseldorf stammt, hätte übrigens auch den IQ-Marketern einfallen können: "Perfect cars for the city".
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