Top-Entscheider für Marketing und Sponsoring präferieren Fußball

Freitag, 19. Mai 2000

Fußball hat die Pole-Position unter den von europäischen Top-Sponsoren favorisierten Disziplinen gefestigt. 75 Prozent aller Unternehmen, die jährlich mehr als 4 Millionen Mark für Sportsponsoring investieren, setzen auf König Fußball. Auf Platz 2 folgen die Formel 1 und Motorsport im Allgemeinen. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse einer Umfrage unter europäischen Top-Entscheidern für Marketing und Sponsoring, die das seit kurzem als AG firmierende Kölner Marktforschungsunternehmen Sport und Markt im Auftrag des Vermarkters Ufa-Sports in Hamburg Ende vergangenen Jahres durchführte. Die Gründe für die Entscheidung auf Trikot, Banden oder durch die Buchung von VIP-Logen zu operieren: Fußball bringt die besten Awareness-Werte, die besten Möglichkeiten zum Imagetransfer und das besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Erstaunlich: auch mit Engagements bei nationalen Klub-Teams Werbebotschaften nach ganz Europa zu versenden. So verfügt Sharp, Noch-Sponsor des englischen Premier-League-Klub Manachster United, in Deutschland über eine Bekanntheit von 10 Prozent. Opel liegt mit einer ungestützten Bekanntheit von 54 Prozent unangefochten auf Platz 1. "Ein Wert, den sie nicht mit anderen Kommunikationsinstrumenten erreichen", sagte Sport-und-Markt-Vorstand Hartmut Zastrow heute Mittag in Köln. Die Top-300-Unternehmen investieren in Europa 12 Milliarden Mark für Sportsponsoring. Großes Plus des Sportsponsoring allgemein gegenüber klassischer Werbung für die Top-Entscheider sind die guten Möglichkeiten der Penetration einer Botschaft und die besseren Chancen, tatsächlich bei der Zielgruppe anzukommen. Kritisiert wurden dagegen die gestalterische Limitierung, was Sonderwerbeformen angeht, und die relativ schlechte Planbarkeit.
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