Thomas Gottschalk soll Börsengang der Deutschen Post anschieben

Donnerstag, 20. Juli 2000

Um die P-Aktie im Herbst an der Börse zu platzieren, bekommt die Deutsche Post Unterstützung von Thomas Gottschalk. Der Entertainer wird mit seinem Bruder Christoph Gottschalk, Geschäftsführer von Dolce Media, vor der Kamera stehen und sich über die Börse aufklären lassen. "Der Mann hat die höchsten Sympathiewerte, die größte Reichweite, er macht Europas erfolgreichste Fernsehsendung", begründet Gert Schukies, Direktor Unternehmenskommunikation der Deutschen Post, die Zusammenarbeit mit Thomas Gottschalk. "Aber einen Wert hat er nicht, das ist Finanzkompetenz." Diese soll ihn nun von seinem Bruder vor laufender Kamera vermittelt werden. Ab Ende August werden die TV-Spots on Air sein. Von den zehn geplanten Spots soll einen Wolfgang Petersen drehen. Der Regisseur ist bekannt durch die Filme "Das Boot" sowie "Der Sturm", der am Mittwoch in Hamburg Europapremiere hatte. Petersen hat Posttradition: "Den ersten Spot, den Petersen gemacht hat, hat er 1993 für die Postleitzahl gemacht", sagt Schukies. In die Kampagne, konzipiert von der Hamburger Agentur Jung v. Matt, investiert die Post etwa 100 Millionen Mark. "Das ist ein proportionaler Aufwand", ist Schukies überzeugt.
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