Thomas Cook und Karstadt-Quelle verhandeln Namensrechte für Paneuropa

Mittwoch, 29. Oktober 2003

Beim Essener Karstadt-Quelle-Konzern und seiner 50-prozentigen Tochter Thomas Cook bestehen Unklarheiten über die Nutzung des Markennamens Paneuropa. Beide Unternehmen haben heute offiziell die Gründung eines Joint Ventures bestätigt, das Reisen im Direktvertrieb anbieten wird. Das Unternehmen, an dem Karstadt mit 70 und Europas zweitgrößter Reisekonzern Thomas Cook mit 30 Prozent beteiligt ist, tritt derzeit noch ohne Namen auf, weil sich Karstadt-Quelle noch nicht mit Markeninhaber Thomas Cook über die Übertragung der Rechte geeinigt hat.

Der Namensstreit wird den Starttermin aber voraussichtlich nicht verzögern, da der Veranstalter für den Endverbraucher ohnehin nicht in Erscheinung treten soll. Geplant ist stattdessen ein Vertrieb über verschiedene Karstadt-Quelle-Kanäle, wie die 433 Reisebüros oder den Fernsehsender DSF: So wäre beispielsweise denkbar, dass DSF spezielle Reisen zu Uefa-Cup-Spielen anbietet und auch als Anbieter auftritt.

Mit dem Veranstalter will Karstadt-Quelle die Auslastung seiner Vertriebskanäle verbessern. Entgegen ersten Meldungen wird der Anbieter jedoch nicht im Billigsegment positioniert. Er soll vor allem der TUI-Beteiligung Berge & Meer Kunden abspenstig machen. pap

Meist gelesen
stats