Testimonial wider Willen: Steinbrück legt sich mit Ryanair an

Donnerstag, 24. April 2008
Peer Steinbrück fordert Spende von Ryanair
Peer Steinbrück fordert Spende von Ryanair

Nach dem verlorenen Prozess gegen Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy und dessen Frau Carla Bruni hat Billigflieger Ryanair nun auch Ärger mit Bundesfinanzminister Peer Steinbrück. Wie im Falle des prominenten Paares hatte Ryanair auch mit einem Bild des Politikers geworben - Copytext: "Fliegt mit Ryanair schon ab 10 Euro".

Anstatt wie "Sarko" zu klagen, der exakt 60.001 Euro von Ryanair erhielt, gibt sich "Bundessparminster" Steinbrück (SPD) mit weniger zufrieden. Und das Geld ist auch nicht für den gebürtigen Hamburger selbst bestimmt. Er fordert den Carrier auf, mindestens 25.000 Euro zu spenden. Als Empfänger für die Spende schlägt Steinbrück die Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen vor. Bisher hat der Carrier noch nicht reagiert. "Das Image des Finanzminsters als sparsam kommt ja ganz gut rüber. Allerdings kann nicht jeder ungefragt Prominenz vermarkten. Und deshalb erwarten wir schon eine Rendite für die Gedenkstätte, von deren Arbeit der Minister sehr überzeugt ist", so Torsten Albig, Sprecher des Ministers, gegenüber HORIZONT.NET.
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