Testimonial Bierhoff in der Kritik

Mittwoch, 17. September 2008
Oliver Bierhoff auf einem Plakat für die Postbank
Oliver Bierhoff auf einem Plakat für die Postbank

Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff muss Kritik aus der Fußball-Bundesliga an seinem Geschäftsgebaren einstecken. "Oliver ist steinreich und verdient wie wir alle exzellent", sagt Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender des Bundesligisten Eintracht Frankfurt, in einem Interview mit der Zeitschrift "Bunte". Er verstehe nicht, warum Bierhoff als DFB-Manager immer noch zahlreichen Nebengeschäften nachginge. "Eigentlich ist er in seinem Job zu völliger Objektivität verpflichtet", so Bruchhagen.

Insbesondere die Werbeverträge des Sportfunktionärs missfallen dem Eintracht-Boss. Als Spieler sei es zulässig, Werbeverträge zu haben - "als Funktionär geht das nicht". Die Kritik ist umso brisanter, als dass Bruchhagen auch Vorstandsmitglied der Deutschen Fußball Liga (DFL) ist. Bierhoff warb zuletzt unter anderem für Coca-Cola und die Postbank. Zudem betreibt er mit Projekt B eine Agentur, die neben dem Dortmunder Trainer Jürgen Klopp auch den Koch der Nationalmannschaft vermarktet.

Wolfgang Niersbach, Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), verteidigte in der Zeitschrift "Sportbild" Bierhoffs Rolle als Werbeträger und Geschäftsmann: Der Ex-Nationalspieler habe laut Vertrag mit dem DFB "klar das Recht, sich als Persönlichkeit zu vermarkten". Der Dachverband begrüße es sogar, "wenn unsere Köpfe als Testimonial für unsere Partner auftreten". Die Gründung seiner Agentur habe Bierhoff beim DFB vorher angezeigt. mh

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