Testfahrt in die Hölle: Pepsi Max beschert Autohändler den Schock seines Lebens

Donnerstag, 14. März 2013


Das hatte sich der Autoverkäufer Steve vermutlich anders vorgestellt. Als er mit seinem Kunden Steve in den Chevrolet Camaro einsteigt, ermuntert er den scheinbar unerfahrenen Autofahrer: "Das Modell hat ganz schön viel Kraft. Kriegen Sie erst einmal ein Gefühl dafür." Was der Verkäufer nicht ahnt: Steve ist in Wirklichkeit der Nascar-Rennfahrer Jeff Gordon und ihm steht eine Testfahrt durch die Hölle bevor. Das Ergebnis ist ein Viralhit für Pepsi Max, der innerhalb von drei Tagen auf Youtube rekordverdächtige 5,2 Millionen Views erreicht.
Zunächst verhält sich "Kunde" Steve noch so, wie man es erwarten würde. Er verwechselt den Gang, würgt das Auto ab und ist sich unsicher. Doch sobald er die Parklücke verlassen hat, lässt Nascar-Profi Gordon seinen Talenten freien Lauf. Sein unfreiwilliger Beifahrer warnt ihn zunächst noch freundlich, dass er für alle Schäden an dem Wagen auch haftbar gemacht werden könne. Doch dann sieht der Autoverkäufer offensichtlich sein Leben an seinen Augen vorbeiziehen und lässt jede Höflichkeit fallen. Als sie den Hof des Autohauses wieder erreichen, ist das ahnungslose Opfer des Scherzes zunächst kaum zu beruhigen.


Mit der von der Branded-Entertainment-Produktion David Brown Entertainment umgesetzten Aktion küpft Pepsi an seinen Vorjahreserfolg an. Damals hatte Pepsi Basketballprofi Kyrie Irving zum betagten "Onkel Drew" umgesylt und eine Gruppe junger Basketballspieler aufmischen lassen. Das knapp 5-minütige Online-Video hat mittlerweile mehr als 20 Millionen Views erreicht.

Für Pepsi ist der unverhoffte Viralerfolg ein echter Glücksfall im Markteting für seine zuckerfreie Variante, die auf die männliche Zielgruppe zielt. Den Launch des Produkts hatte Pepsi 2009, ähnlich wie Coca-Cola mit seinem Produkt Coke Zero, mit einer männlich fokussierten Einführungskampagne begleitet. Eine mit den Energy-Drinks vergleichbare Markenstrahlkraft konnten bei den männlichen Konsumenten allerdings beide Softdrinks zu keinem Zeitpunkt erreichen. Coca-Cola scheint daher für Coke Zero seine Strategie geändert zu haben und die Marke breiter zu positionieren. Mit seinem Viral-Hits könnte Pepsi Max dagegen der Zugang zu den stark online orientierten männlichen Konsumenten nun tatsächlich gelungen sein. cam 
Meist gelesen
stats