Telekom und der FC Bayern: Warum der Hauptsponsor künftig mehr zahlen muss

Mittwoch, 22. August 2012
Partner: Karl-Heinz Rummenigge und Henning Stiegenroth
Partner: Karl-Heinz Rummenigge und Henning Stiegenroth

Die Deutsche Telekom und der FC Bayern München gehen in die Verlängerung. Der Bonner Konzern hat seine seit zehn Jahren bestehende Partnerschaft mit dem deutschen Rekordmeister um weitere vier Jahre bis 2017 verlängert. Die geplante Ausweitung der Zusammenarbeit ab der Saison 2013 bekommt die Telekom nicht geschenkt: Wie gut informierte Kreisen gegenüber HORIZONT.NET berichten, muss die Telekom künftig noch etwas mehr zahlen als die ohnehin schon stattlichen 25 Millionen Euro, die bislang jedes Jahr nach München flossen. Grund sind zusätzliche Werbe- und Content-Rechte. Bei der Deutschen Telekom hält man das Geld dennoch für gut angelegt: „Die starke kommunikative und Absatz fördernde Wirkung und die zunehmende Businessorientierung der Partnerschaft zahlen sich für uns nachweislich aus", versichert der Leiter Sportmarketing, Henning Stiegenroth. Auch beim FC Bayern ist man froh, dass der Hauptsponsor an Bord bleibt. „Die Telekom ist ein sehr wichtiger, zuverlässiger und innovativer Partner, der uns mit seinem Telekommunikations-Knowhow unterstützt und dank dessen Hilfe der FC Bayern auf einem seriösen und soliden wirtschaftlichen Fundament steht", sagt Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Die Telekom ist beim FC Bayern München unter anderem auf Trikots, Werbebanden im Stadion, im Mannschafts- und Vereinsumfeld sowie mit einem eigenen Fanbereich auf der Club-Website präsent. Als Hauptsponsor soll die Telekom künftig aber zusätzliche Werberechte und Leistungen erhalten, die das Gesamtpaket daher auch teurer machen. So sollen etwa diverse Funktionen des IPTV-Angebotes Entertain, wie etwa das digitale Archiv und die Timeshift-Funktion, in das redaktionelle Programm des Stadion-TV einfließen.

Zudem erhält die Telekom Inhalte wie Spielanalysen, Interviews, Homestorys und Reportagen rund um den FC Bayern, die dann exklusiv auf Entertain laufen sollen. Zu den exakten Kosten des Deals hüllt sich die Telekom in Schweigen. Dem Vernehmen nach zahlt der Konzern künftig deutlich mehr als die bisherigen 25 Millionen Euro jährlich, aber weniger als die von einigen Medien kolportierten 30 Millionen Euro. mas
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