Telekom legt Festnetz- und Mobilfunksparten zusammen

Mittwoch, 25. Februar 2009
Hans-Christian Schwingen dirigiert die T-Marken
Hans-Christian Schwingen dirigiert die T-Marken

Was die Deutsche Telekom in der Werbung bereits ansatzweise vorlebt, wird jetzt offenbar auch auf die Struktur des Konzerns übertragen. Medienberichten zufolge plant das Bonner Unternehmen, seine Festnetz- und Mobilfunksparten zusammenzulegen und unter einem Mega-Vorstandsressort zu bündeln. Bei der Telekom hält man sich wie beinahe immer bedeckt: "Zu Spekulationen dieser Art äußern wir uns nicht", sagt eine Sprecherin gegenüber HORIZONT.NET. Dennoch spricht einiges für den Wahrheitsgehalt des von "FTD" und "Handelsblatt" vorab gemeldeten Umbaus: Sollte der Magenta Riese die Mauern zwischen T-Home (Angebote für zuhause) und T-Mobile (Angebote für unterwegs) nun tatsächlich einreißen - es wäre ein Schritt, der sich seit langem abzeichnet.

Markenexperten vertreten schon seit Jahren die Ansicht, dass eine getrennte Ansprache von Festnetz- und Mobilfunkkunden nicht mehr zeitgemäß ist. Auch die Telekom selbst hat im Marketing die Weichen bereits in diese Richtung gestellt: Das neue Markenleitbild, das 2008 von Marketingchef Hans-Christian Schwingen für alle T-Brands eingeführt wurde, war nichts anderes als ein erster Schritt in Richtung Vereinheitlichung von zuvor autarken Marken.

Die aktuellen Kampagnen von T-Mobile (Saatchi & Saatchi) und T-Home (Tribal DDB), die im gleichen Look and Feel, mit dem gleichen Claim und der gleichen Story ("Rosenregen") daherkommen, legen nahe, dass eine noch deutlich engere Verzahnung geplant ist als bisher. Ob und wie sich der Umbau auf Markenarchitektur, Marketingorganisation und Agenturbeziehungen auswirkt, ist unklar. mas

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