Telekom gerät unter Druck

Dienstag, 14. Juli 1998

Gleich an mehreren Fronten muß sich die Deutsche Telekom ihrer Haut erwehren. Im Mobilfunkbereichhat am gestrigen Montag Konkurrent Mannesmann Mobilfunk Preissenkungen angekündigt. Demnach könnenab 28. September dieses Jahres D2-Kunden in der Hauptzeit von 8 bis 18 Uhr für 69 Pfennig telefonieren und in der Nebenzeit für 39 Pfennig. Außerdem darf die Deutsche Telekom MobilNet GmbH ihre Anzeige mit dem Begriff "Mobiler Ortstarif" per einstweiliger Verfügung nicht mehr länger benutzen. Nach Ansicht von Konkurrenten ist dies offensichtlich eine irreführende Bezeichnung, da der Kunde jeweils nur in einem von ihm gewählten Ortsnetz günstiger telefonieren kann. Sobald der Kunde diesen Berich verlasse, muß er wieder den normalen Tarif bezahlen. Der neue Tarif von D2 jedoch "begleitet den D2 Kunden an jeden Ort in Deutschland", wie der Vorsitzende der Geschäftsführung von MannesmannMobilfunk, Jürgen von Kuczkowski, gestern betonte. Er gelte in München für München und in Hamburg für Hamburg. Und auch im Online-Geschäft scheinen schwere Zeiten für die Telekom anzuberchen. Für 8,12 Pfennige pro Minute bietet der Internet-Provider PoP Point of Presence bundesweit Unternehmen den Anschluß ans Internet an. Außerhalb von Ballungsräumen ergeben sich dadurch Kosten von 2,40 Markfür eine halbstündige Verbindung - für dieselbe Zeit verlangt die Telekom im Moment noch 6,76 Mark.
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