Telekom baut Konzern um / Verbleib von Holtrop fraglich

Mittwoch, 23. Juni 2004

Der Vorstand der Deutschen Telekom hat einen Umbau des Konzerns beschlossen. Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise berichtet, soll die Zahl der Sparten von vier auf fünf steigen. Der Vorstand werde dagegen von sieben auf sechs Mitglieder schrumpfen. Mit diesem Schritt wolle Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke die Probleme lösen, die Rivalitäten zwischen den Unternehmensbereichen Festnetz, Mobilfunk, Internet und IT-Dienste mit sich bringen. Zu diesen Sparten soll neuerdings der Bereich Flächenbetriebe kommen, der das Geschäft mit Geschäftskunden bündelt.

Hintergrund sei, dass in der bisherigen Struktur die Sparten weitgehend unabhängig voneinander geführt würden. "Die Säulen agieren sehr unkoordiniert, zum Schaden des Gesamtunternehmens", zitiert die Zeitung einen führenden Manager. Die neue Struktur, die 2005 gelten soll solle dies beheben. In der Sparten "Flächenbetriebe" sollen Teile von T-Com und T-Systems eingehen und Marktanteile bei kleinen und mittleren Unternehmen zurückgewinnen. Für T-Com bleibe das Privatkundengeschäft übrig. Dem Bericht zufolge ist es unwahrscheinlich, dass T-Online-Chef Thomas Holtrop im Konzernvorstand bleibt. Grund: Für T-Online und T-Com soll es künftig nur noch einen Vorstand geben. Zwar ist ein Nachfolger für den kürzlich abgetretenen T-Com-Boss Josef Brauner noch nicht gefunden. Dennoch gilt es in den Kreisen als unwahrscheinlich, dass Holtrop den Posten übernimmt. mas
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