Telekom: Obermann stellt Mehrmarkenstrategie in Frage

Montag, 08. Januar 2007
Telekom-Chef René Obermann
Telekom-Chef René Obermann

Der seit November amtierende Telekom-Chef René Obermann will im Zuge des aktuellen Restrukturierungsprozesses offenbar auch die Markenarchitektur des Bonner Konzerns nachhaltig verändern. "Es kann nicht sein, dass wir einen wahren Dschungel von T-Marken haben, deren Zusammenspiel aus Sicht der Kunden nicht ersichtlich ist und die ihnen keine ausreichende Orientierung bieten", schreibt Obermann in einer internen Mail an die Mitarbeiter des Konzerns. Zudem stellen die Internet-, Printmedien- und TV-Auftritte des Bonner Unternehmens aus Sicht Obermanns zur Zeit "noch eine vergleichsweise ineffiziente Verwendung unserer Werbegelder dar". Obermann kündigt in dem Schreiben an, bereits in den nächsten Monaten ein schlüssiges Konzept vorzustellen, um den Marken- und Werbeauftritt zu optimieren. Mit den geplanten Maßnahmen will die Deutsche Telekom vor allem die Kosten senken. Der Konzern hatte bereits im Herbst angekündigt, im Marketing bereits in den kommenden zwölf Monaten eine halbe Milliarde Euro weniger auszugeben. Insgesamt will die Telekom bis 2010 in den Bereichen Marketing und Vertrieb zwischen 1,6 und 1,9 Milliarden Euro einsparen. Bei der Entwicklung der neuen Marken- und Kommunikationsstrategie dürfte neben Jens Gutsche, dem Chef der Abteilungen Marketing-Strategie und Brand-Management, auch Tonio Kröger zum Zuge kommen. Der Chairman & CEO der DDB Group Germany war im Dezember als externer Berater in ein von Obermann ins Leben gerufenes Expertengremium berufen worden, das den Vorstand bei der geplanten Umstrukturierung und der Service- und Effizienzoffensive des Konzerns unterstützen soll. mas



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