Telegate beschwert sich bei der Bahn

Mittwoch, 05. Juni 2002

Die Telefonauskunft Telegate richtet sich mit einem offenen Brief an Bahn-Chef Hartmut Mehdorn. Mit der Anzeige in überregionalen Tageszeitungen will das Unternehmen darauf aufmerksam machen, dass die Deutsche Bahn per einstweiliger Verfügung Telegate an der Auskunft über den Fahrplan der Bahn hindert. "Weil die Auskunft der Deutschen Bahn schlecht ist, rufen die Leute bei uns an", glaubt Anna Meyer, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Telegate. Das Unternehmen ist in die Berufung gegangen.

Wöchentlich informierte die Telegate nach eigenen Angaben rund 10000 Kunden über den Bahn-Fahrplan. "Das ist für uns kein Umsatzbringer, sondern dahinter steht ein Service-Gedanke", betont Meyer.

Bei der Bahn ist man über die Telegate- Konkurrenz wenig erfreut. "Wir sind mit dem Grundsatz nicht einverstanden, dass die Telegate kostenlos auf unsere Datenbank zurückgreift", erklärt Stella Pechmann, Sprecherin Deutsche Bahn. Nun gehe man davon aus, dass Telegate ihre Fahrplan-Auskünfte einstelle. Ob die Bahn diese Angelegenheit weiter gerichtlich verfolgt, ist offen. Denn durch Telegate dürfte der Bahn-Auskunft ein finanzieller Schaden entstanden sein.
Alles über die neue Telegate- Kampagne lesen Sie in HORIZONT 23/2002 vom 6. Juni 2002
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