Tabakfirmen wollen neue Lobbyvertretung gründen

Mittwoch, 04. Juli 2007
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Nachdem der Verband der Cigarettenindustrie (VdC) in der vergangenen Woche seine Selbstauflösung beschlossen hat, suchen die sechs beteiligten Firmen nach einer neuen Form der Interessenvertretung. "Die Zigarettenindustrie hat keineswegs die Absicht, sich zurückzuziehen", sagt Gallaher-Geschäftsführer Hagen von Wendel.Spätestens zum Anfang des nächsten Jahres soll daher eine Lobbyvertretung gegründet sein. Nicht mit von der Partie wird Marktführer Philip Morris sein, der im Mai mit seinem Austritt die Selbstauflösung ausgelöst hatte. Das Unternehmen spricht sich im Gegensatz zum VdC für mehr Tabakwerbeverbote und eine stärkere gesundheitspolitische Regulierung des Marktes aus.

Der Verband wird nun aufgelöst, weil er offenbar ohne den Marlboro-Hersteller in der jetzigen Form nicht mehr finanzierbar ist. "Es geht immer auch um Geld", sagt Lars Großkurth, Leiter Kommunikation und Politik bei Reemtsma in Hamburg. Zusätzlich wolle man aber auch einen "klaren Schnitt" gegenüber der bisherigen VdC-Politik erreichen, die sehr von Philip Morris geprägt gewesen sei. kj

Mehr zu diesem Thema in der Print-Ausgabe von HORIZONT, die am 5. Juli erscheint.

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