TUI trommelt für neuen Frühbucherrabatt

Donnerstag, 09. September 2004

Rund 5 Millionen Euro nimmt Deutschlands größte Reisemarke TUI in die Hand, um die neue Systematik der Frühbucherrabatte zu bewerben. Bislang sind in der Branche Deadlines verbreitet, bis zu deren erreichen es Abschläge auf den Reisepreis gibt. TUI setzt nun ein flexibles System ein. Der Rabatt gilt, wenn der Urlauber die Reise bis 60 Tage vor Reiseantritt bucht.

Die wichtigste Marke des gleichnamigen Konzerns mit Sitz in Hannover entwickelt dazu die Mitte 2003 gestartete Kampagne von Jung von Matt weiter. Der TV-Spot mit einem Pärchen, das ein Schäferstündchen auf einem Boot einlegt, läuft erneut auf privaten Sendern wie RTL, Sat 1, Pro Sieben, N-TV und Vox. Mit dem Commercial wird auch das neue Sound Branding der TUI etabliert. Die Anzeigen sind in diversen Publikumszeitschriften wie "Stern", "TV Spielfilm" "Eltern" und "Merian" zu sehen.

Die Konzernmutter TUI war in den vergangenen Wochen kaum noch aus den Schlagzeilen herausgekommen. Spekulationen um den Verbleib im Dax erhielten Auftrieb, nachdem bekannt wurde, dass die Investmentbank Morgan Stanley über 10 Prozent der Anteile erworben hatte. TUI musste mit einer großen Informationsoffensive dagegen halten. Auch die Verkaufsbemühungen des Hauptaktionärs West LB sorgten für Unruhe. Anfang der Woche gab TUI dann bekannt, dass die lukrative Tochter Hapag-Lloyd doch nicht an die Börse gebracht werden soll.

Dabei ist es um die Touristiksparte, die mit 12,67 Milliarden Euro im Jahr 2003 den Großteil zum Umsatz beigetragen hat nach einigen mageren Jahren wieder besser bestellt. In der Wintersaison 2003/04 legte das Reisegeschäft um 1,7 Prozent zu, in der Sommersaison lagen die Umsätze im August um 2,4 Prozent im Plus. ZU TUI gehören unter anderen die Marken Robinson Club, Airtours, 1-2-Fly und Hapag-Lloyd Express. pap
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