T-Mobil wirbt mit Horst Hrubesch

Mittwoch, 31. Mai 2000

Eines ist sicher: Die Telekom schaltet derzeit schneller als die deutschen Auswahlkicker. Es ist noch nicht lange her, dass Erich Ribbecks Edeldomestike Uli Stielicke wegen Äußerung einer eigenen Meinung vom Posten des Bundestrainers der deutschen Fußball Nationalmannschaft entfernt wurde. Nun wirbt die Tochter des Kommunikationsriesen, T-Mobil, bereits mit dem Gehilfen Horst Hrubesch. Im neuen TV-Spot, von der Münchner Werbeagentur Dornier, Wetzel, von Büren konzipiert und auf allen relevanten Sendern zu sehen, interpretiert Hrubesch an der Seite des telegenen Teamchefs Erich Ribbeck eine Kabinensituation vor dem Spiel leider falsch. Zwar wirken die Kicker in der Umkleidekabine konzentriert wie sonst selten, doch wie Ribbeck richtig feststellt, gehen die Kicker nicht in sich, sondern ins Internet – und das mit TD1. Geschaltet wird das TV-Commercial bis zum Ende der Euro 2000. Einer längeren Lebensdauer der Kampagne dürfte wohl das relativ sichere Vertragsende zwischen dem Deutschen Fußballbund (DFB) und dem Gespann Ribbeck/Hru-besch entgegenstehen. Kein Problem für die Telekom: Mit Hinweis auf Bundesliga-Gepflogenheiten sieht sie im schnellen Austausch des Testimonials Stielike gegen Hrubesch keine Gefahr für Vertrauen und Glaubwürdigkeit des Unternehmens.
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