Symphonie des Grauens: Menschenrechtler kritisieren Eurovision Song Contest in Baku

Dienstag, 22. Mai 2012
Schöne heile Europa-Welt in Baku? Menschrechtler zweifeln (Bild: eurovision.tv/Vlad Gerasimov)
Schöne heile Europa-Welt in Baku? Menschrechtler zweifeln (Bild: eurovision.tv/Vlad Gerasimov)


Der Eurovision Song Contest 2012 in Aserbaidschan am 26. Mai steht unter keinem guten Stern: Menschrechtler werfen dem dortigen Regime die Unterdrückung von Presse- und Meinungsfreiheit vor. Ihre Sorge über die Menschenrechtssituation in dem kleinen Staat am Kaukasus bringt derzeit auch die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) zum Ausdruck - in einem aufwühlenden Radio-Spot.

Der 38-Sekünder mit dem Titel "Der Sound von Baku" klingt zunächst ganz so, wie es auch am kommenden Samstag auf der Bühne in der Baku Chrystal Hall zugehen könnte. Nach und nach jedoch verblassen die heiteren Töne, und die grausigen Hintergrundgeräusche des poppigen Musikstückes werden hörbar: Schläge und Schmerzenschreie. Der Spot soll die Zuhörer damit konfrontieren, wie die aserbaidschanischen Machthaber abseits der Glamour-Welt mit ihren Kritikern umgehen, heißt es von der IGFM.

Für die Kampagne hat die in Frankfurt ansässige Menschrechtsorganisation hochkarätige kreative Unterstützung: Das Konzept stammt von der Düsseldorfer Dependance von Euro RSCG, produziert haben den Spot die ebenfalls in Düsseldorf ansässigen nhb Studios. Beide Dienstleister arbeiteten pro bono, nahmen also kein Geld für ihre Arbeit. Unterstützt wird die Kampagne außerdem von privaten Radio-Stationen in ganz Deutschland, die den Spot kostenlos senden. ire
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