"Supermann"-Verlag verklagt Wella wegen Haargel

Donnerstag, 07. März 2002
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Der New Yorker Comicverlag DC Comics verklagt die US-Tochter des Kosmetikkonzerns Wella auf Schadenersatz - wegen angeblich unzulässiger Nutzung des Begriffs "Kryptonite" als Markenname für ein Haargel, das als "Nischenprodukt" (so das Unternehmen) nur in den USA erhältlich ist. Dadurch werde die DC-Comics-Marke "Superman" beschädigt, so der Vorwurf der Kläger. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Wella habe sich mit dem Produktnamen die Anziehungskraft von "Superman" zu Nutze gemacht, weiß Reuters über den Antrag des Verlags, der neben Schadenersatz auch ein Verbot der Nutzung des Begriffs fordere.

In der ganzen Welt sei bekannt, dass "DC den Begriff ,Kryptonite' als Element des Superman-Heimatplaneten Krypton geprägt hat", zitiert die Nachrichtenagentur die Klageschrift: Da Wella sein Haargel mit dem "TM"-Symbol als Warenzeichen gekennzeichnet habe, könnte die Öffentlichkeit irrtümlich eine Verbindung zwischen dem Gel und der Figur herstellen.

Als Beschuldigter werde in dem Antrag auch das deutsche Mutterhaus Wella in Darmstadt genannt. Dort hieß es jedoch gegenüber HORIZONT.NET, dass das Gericht den Antrag des Verlags auf eine einstweilige Verfügung abgelehnt habe. Trotzdem wolle man die Angelegenheit nun klären und "aus der Welt schaffen".
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