Super Bowl: Doritos "Sling Baby" als erfolgreichster Spot gekürt

Mittwoch, 08. Februar 2012
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Für Doritos wird der Super Bowl 2012 in guter Erinnerung bleiben. Die Tortilla Chips-Marke liegt mit ihrem Spot "Sling Baby" beim renommierten Ranking von "USA Today" an der Spitze. Auf Platz 2 und 3 folgen Budweiser mit Weego sowie die Inszenierung des Optima von Kia und Chryslers Hommage an den amerikanischen Spirit. Für Volkswagen hat es diesmal nicht gereicht. Der Wolfsburger Autobauer landet mit "The Dog Strikes Back" auf Platz 7, die platzenden Vampire von Audi schaffen es auf Rang 9. Die User konnten von Sonntag bis gestern die Filme mit eins bis fünf Punkten auf Facebook und der Homepage des Admeters bewerten. Insgesamt standen 55 Spots zur Auswahl. Nach Berechnungen von "USA Today" haben die 38 Unternehmen, die ihre Werbung beim Super Bowl platziert haben, über 230 Millionen US-Dollar ausgegeben. 30 Sekunden kosteten in diesem Jahr 3,5 Millionen US-Dollar. Doch das Geld könnte gut investiert sein. 

Ebiquity USA und die Tochtergesellschaft Echo Research fanden in einer Konsumentenbefragung mit 1000 Probranden während der Übertragung heraus, dass etwa 39 Prozent der Studienteilnehmer Coca-Cola-Produkte kaufen würden, 34 Prozent Doritos und 26 Prozent Samsung. Diese Unternehmen waren ebenfalls beim Superbowl präsent. Geht es um den Einfluss auf das Markenimage schneidet Volkswagen besonders gut ab. 74 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass "The Dog strikes back" das Bild der Marke positiv beeinflusst. Doritos kommt auf 72 Prozent, Coca-Cola landet auf Platz 3 mit 70 Prozent. 51 Prozent wollen zudem über "Sling Baby" reden, 42 Prozent über Bud Light und 39 Prozent über Hondas Hommage an "Ferris macht blau".

Und noch etwas fällt 2012 besonders auf: der Einfluss der sozialen Netzwerke. Teaser und Previews auf Youtube gehörten 2012 fast schon zur Regel. Während der Übertragung spielte sich auf Facebook  fast soviel ab wie auf dem Spielfeld. Nach einer Analyse der Marktforscher von Bluefin erzeugten die Commercials während der Übertragung 985.000 Social-Media-Kommentare. Das ist mehr als während der gesamten Übertragung der Academy Awards 2011, wie "USA Today" bilanziert. 36 Prozent der Amerikaner wollen ihre Lieblingsspots mit ihren Freunden teilen. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 5 Prozentpunkten.

Das alles kommt nicht von ungefähr, wie die Altimeter Group herausfand. Rund 57 Prozent der Werbung erwähnt eine Website oder URL. Über 16 Prozent enthalten Social-Media-Eingabeaufforderungen für Facebook oder Twitter Hashtag. Und 11 Prozent enthalten Emerging Media-Technologien wie QR-Codes oder SMS-Nachrichten. Tim Mahoney, Marketingchef von VW USA, hat eine einfache Erklärung dafür parat: "Mit einem Massenpublikum von über 100 Millionen Menschen, müssen Sie einen Weg finden, um sich mit diesem zu vernetzen." 2012 scheint das den meisten Unternehmen gelungen zu sein. Doritos ist dafür nur ein Beispiel. mir
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