Süßer die Kassen nie klingeln: Handel kann sich auf starkes Weihnachtsgeschäft freuen

Montag, 26. November 2012
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Es sind heute zwei Botschaften, die die Gfk heute in Frankfurt verkündet. Zum einen drückt die Eurokrise allmählich auf die Konsumstimmung in Deutschland. Lag der Index im November noch bei 6,1 Zählern, wird er im Dezember vermutlich auf 5,9 Punkte fallen. Zum anderen lassen sich die Deutschen dennoch nicht vom Kauf von Weihnachtsgeschenken abhalten. Insgesamt kann sich der Handel auf ein Umsatzvolumen von knapp 15 Milliarden Euro freuen. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von neun Prozent. Nach wie vor sei der private Konsum eine der wichtigsten Stütze der deutschen Konjunktur ist heute mehrfach bei der GfK zu hören. Und daran wird sich in den nächsten Wochen nichts ändern, auch wenn sich die Einkommenserwartung insgesamt verschlechtert habe. Mit aktuell 17,8 Punkten sei diese im langfristigen Vergleich immer noch gut, trotz des Rückgangs um 12,1 Zähler. Nach den Berechnungen der GfK werden die Deutschen im Schnitt 285 Euro für Geschenke ausgeben, 24 Euro mehr als im Vorjahr. Zudem wird auch wieder viel Bargeld verschenkt, insgesamt rund 3,4 Milliarden Euro. 

Am häufigsten landen in Deutschland wie im Vorjahr Bücher unter dem Weihnachtsbaum. Rund 44 Prozent der Deutschen verschenken Lesestoff, 7 Prozent mehr als im Vorjahr. 36 Prozent planen Spiezeug auf den Gabentisch zu legen, bei einem Drittel der Deutschen sind es Kleidung und Accessoires. Der Handel kann hier mit einem Volumen von rund 2 Milliarden Euro rechnen. Am stärksten legen im Geschenkeranking Kosmetikartikel und Parfum zu, die 27 Prozent der Deutschen verschenken wollen. Allerdings werden von dem Geldsegen vor allem die Onlinehändler profitieren. Geschenke im Internet zu bestellen wird immer beliebter, stellt die GfK in ihrer Umfrage unter 4000 Konsumenten fest. Vor allem Abos/Tickets werden von 67 Prozent der Befragten online gekauft, vor Software (61 Prozent) und Spielekonsolen (55 Prozent). mir
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