Studie verteidigt Regenwald-Kampagne von Krombacher

Dienstag, 20. August 2002

Die gerichtlich zunächst verbotene "Regenwald"-Kampagne Krombacher-Brauerei ist aus Sicht der Konsumenten ethisch nicht fragwürdig. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Essener Meinungsforschungsinstitutes Dixos. In der Kampagne wirbt Krombacher damit, dass die Brauerei für jeden verkauften Kasten Bier einen Quadratkilometer Regenwald schützt. Eine an "Gefühle appellierende Werbung" war nach Meinung der Richter mit Hinweis auf den psychologischen Kaufzwang nicht zulässig.

Der Kunde scheint aber mündiger zu sein, als ihm dies von den Gerichten zugetraut wird. Nach den Ergebnissen der Studie fühlen sich knapp 95 Prozent der Befragten nicht unter Druck gesetzt, die Marke kaufen zu müssen. Immerhin aber 27,6 Prozent geben an, dass das Regenwald-Projekt ihre Kaufentscheidung zugunsten von Krombacher beeinflusst hat. Darüber hinaus begrüßen mehr als 84 Prozent Natur- und Umweltschutzprojekte nach dem Vorbild der Brauerei, die die Kampagne in leicht veränderter Form fortgesetzt hat. Knapp 89 Prozent würden ebenso gleichartige Projekte anderer Hersteller unterstützen.

Weit über die Hälfte alle Befragten ist zudem der Ansicht, dass durch das Umweltsponsoring namhafter Hersteller mehr erreicht würde als durch Spendenaktionen. Gleichzeitig zeigt die Online-Befragung von 214 Teilnehmern über 18 Jahren, dass der Auftritt Wirkung zeigt. 20,5 Prozent verbinden mit Krombacher den Begriff "Regenwald". Der Begriff "Pils" erreicht dagegen nur 12,7 Prozent. Das Testimonial Günther Jauch bringen nur 7,8 Prozent mit der Marke in Verbindung.
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