Studie: Versicher sollen die Jüngeren stärker umwerben

Dienstag, 27. Juni 2006

Der demografische Wandel in Deutschland, der dafür sorgt, dass der Anteil der Älteren an der Gesamtbevölkerung steigt, hat auch für die Versicherungswirtschaft dramatische Folgen. Darauf macht die Hamburger Beratungsfirma Steria Mummert Consulting aufmerksam. Ihrer Studie zufolge könnten die Versicherer bis 2020 allein in der Bundesrepublik mehr als 13 Millionen Verträge verlieren. Weil zwar die wachsende Bevölkerungsgruppe der über 50-Jährigen einen Teil der Verluste auffängt, sich in dieser Altersgruppe die Leistungsraten aber erhöhen, sollten die Versicherer vornehmlich auf die Jüngeren setzen. "Neue Versicherungen werden vor allem in jungen Jahren abgeschlossen. Da genau diese Altersgruppe aber schrumpft, sinkt naturgemäß auch das Neugeschäftspotenzial", so Roland Heintze, Pressesprecher von Steria Mummert Consulting. Die Branche könne aber durch kluge Produkt-, Marken- und Vertriebsstrategien gegensteuern und ihre Aktivitäten in den jüngeren Zielgruppen verstärken, um das höhere Risiko mit älteren Kunden auszugleichen. kj

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